Über mich

Es gibt Dinge, über die man lange nachdenken muss, um sie richtig zu verstehen. Es gibt Dinge, über die man fachgerecht sprechen muss, um ihre Bedeutung zu erfassen. Es gibt Dinge, über die man gestelzt schreiben muss, um sie angemessen zu kritisieren.

Theater sollte nicht dazu gehören.

Wer auf diesem persönlichen Blog etwas über Soprane mit Höhenstrahl, Tenöre mit Schmelz und Baritone mit Metall lesen will, wird enttäuscht sein. Diese Homepage soll auch kein Schauplatz von oberflächlicher Polemik über nicht gelungene Vorstellungen bzw. Produktionen sein. Die Kunst ist frei (im besten Fall) und diese Freiheit bringt nicht nur Geniestreiche auf die Bühne, sondern immer auch die Möglichkeit des Scheiterns. Eine Banalität, die offenbar gerne vergessen wird. Ich bin der Überzeugung, dass weder hier (im Internet) noch anderswo (im Leben) ein Fehlgriff für die Kompensation der eigenen Minderwertigkeitsgefühle ausgeschlachtet werden sollte.

In diesem Sinne möchte ich allen besprochenen Regisseuren, Bühnenbildnern, Ausstattern, Kostümbildnern, Choreografen, Lichtdesignern und Dramaturgen mit dem angemessenen Respekt begegnen – und hoffe auf Einspruch, falls dies einmal nicht der Fall sein sollte. Ich liebe die Oper und ihre Musik, ich genieße gute darstellerische und stimmliche Darbietungen – aber das Interesse dieses Blogs und der Theaternomadin gilt dem Stück und den jeweiligen Regiekonzepten.

Außerdem halte ich mich mit Fachbegriffen bewusst zurück und versuche immer wieder eine andere Perspektive einzunehmen und eine andere Sprache zu benutzen, als die einschlägigen Fachpublikationen. Das soll mein bescheidener Beitrag dazu sein, das Bild von Oper als Zeitvertreib für die Elite aufzubrechen.

Habt ihr noch Fragen? Anregungen? Wünsche? Dann freue ich mich über eure E-Mails: viktoria@theaternomadin.com